15. Juli 2019

„Uns beeindruckt, dass die Kinder im Fokus stehen!“

Foto: Nikolai Brengelmann

Nikolai Brengelmann und Olaf Baumgart sind mit ihrem Unternehmen 1a Direktimport stark in Mexiko aktiv. Weil den beiden Geschäftsführern das Land sehr am Herzen liegt, unterstützen sie seit vielen Jahren finanziell die Mexico-Hilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun und der Sternsinger. Im Interview erklärt Brengelmann, warum er die Arbeit des Hilfswerks schätzt und woher seine enge Beziehung nach Mexiko kommt.

Nikolai Brengelmann

Herr Brengelmann, Sie unterstützen seit einigen Jahren die Mexico-Hilfe. Wieso liegt Ihnen dieses Thema so am Herzen?

Nikolai Brengelmann: Mit unserem Unternehmen 1a Direktimport vertreiben wir seit 2005 Möbel und andere Einrichtungsgegenstände mit südlichem Flair. Unser Spezialgebiet sind Mexico Möbel – das sind wunderbar rustikale Landhausmöbel aus Pinienholz. Da liegt die Verbindung. Wir haben bereits verschiedene international tätige Hilfsorganisationen unterstützt und tun das auch weiterhin. Vor ein paar Jahren haben wir dann aber gezielt nach einer Organisation gesucht, die sich in Mexiko engagiert. Denn dem Land und seinen Menschen haben wir sehr viel zu verdanken.

Und so sind Sie auf die Mexico-Hilfe gekommen?

Nikolai Brengelmann: Richtig. Es war gar nicht so leicht, eine Organisation zu finden, die speziell auf Mexiko ausgerichtet ist. Einerseits ist das nachvollziehbar, denn schließlich handelt es sich ja nicht mehr um ein Entwicklungsland. Wenn man als Tourist in den wunderschönen Badeorten oder den kolonialen Städten im Landesinneren unterwegs ist, sieht man auf den ersten Blick auch nicht die Notwendigkeit von Entwicklungshilfe. Reist man aber – so wie wir – kreuz und quer durchs Land, erlebt man natürlich auch die Armenviertel, Kinder die trotz Schulpflicht betteln gehen müssen, Umweltverschmutzung…

Was hat sie an der Mexico-Hilfe überzeugt?

Nikolai Brengelmann: Bei der Vorstellung der Hilfsprojekte hat uns beeindruckt, dass hier die Kinder im Fokus stehen. Die Projekte gibt es teils seit Jahrzehnten und es wurde schon unglaublich viel erreicht. Dennoch sind auch heute noch sehr viele bitterarme Familien auf Hilfe angewiesen, damit ihre Kinder die Chance auf eine bessere Zukunft haben. In die Ausbildung der jungen Generation zu investieren, ist für uns die sinnvollste Art der Unterstützung. Gut gefallen hat uns auch die Kooperation mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Dadurch wird jeder für die Mexico-Hilfe gespendete Euro von der jeweils anderen Organisation verdoppelt.

Eines der großen Projekte der Mexico-Hilfe ist die „Casa de Cuna“ in Querétaro. Auf Ihren Wunsch sind dorthin Teile Ihres Geldes geflossen. Warum war Ihnen das so wichtig?

Nikolai Brengelmann: Ich bin regelmäßig in Querétaro. Die Stadt ist fantastisch, die Menschen unglaublich freundlich und hilfsbereit. In Gesprächen fällt mir immer wieder auf, wie gut die Menschen hier auf die Deutschen zu sprechen sind. Und das liegt tatsächlich auch noch immer an den Nachwirkungen der Fußball WM 1986, als die deutsche Delegation in Querétaro ihre Basis hatte. Vielen Mexikanern ist das in sehr guter Erinnerung geblieben. Viele wissen wohl auch davon, dass sich „los almenanes“ bis heute mit dem damaligen Waisenhaus, das heute zu einer modernen Kindertagesstätte geworden ist, in ihrer Stadt engagieren. Das wollten wir gerne unterstützen.

Foto: Nikolai Brengelmann